Geschmackstest Wasabi

Warum das Leben eine reine Wasabilüge ist

Lesezeit: 3 min

Wasabi – ein besonders scharfes Gewürz, das sich in der asiatischen Küche definitiv einen Namen gemacht hat. Das Eutrema japonicum, so der wissenschaftliche Name, ist ein japanischer Meerrettich, der der Familie der Kreuzblütengewächse angehört. Einige Menschen sind aufgrund des intensiven Geschmackes jedoch keine Fans. Hast du gewusst, dass uns in den Supermärkten und Restaurants oft eine Fake-Version verkauft wird? Wie du den echten erkennst und was Wasabi so besonders macht, erfährst du jetzt.


Vorkommen

Der Wurzelstock kommt meist in sumpfigen Gegenden vor, da er sehr viel Wasser benötigt. Deshalb trägt er auch den Spitznamen „Wassermerrettich”. Senföle sind charakteristisch für den scharfen Geschmack und setzen der Nasenschleimhaut ziemlich zu.


Wasabilüge

Lüge? Ja, richtig gelesen, leider wird uns oft eine billige Kopie des Wildgewächses verkauft. Warum? Nun ja, zum einen ist es oftmals billiger als eine echte Wasabiknolle und zum anderen fällt es den meisten doch eh nicht auf, oder? Bei dem Zwillingsbruder handelt es sich meist um etwas gemahlenen Meerrettich, der durch die Zugabe von japanischem Senf und etwas grüner Lebensmittelfarbe die bekannte Konsistenz der Paste erhält. Wenn man die beiden Varianten nebeneinander platziert, bemerkt man recht schnell, dass sie nicht identisch sind. Das beginnt bereits bei der Farbe: Echter Wasabi erstrahlt in einem hellen Mintgrün und überzeugt mit einem fruchtig-scharfen Geschmack, der problemlos auszuhalten ist. Die Kopie hingegen schmeckt sehr säuerlich und brennt.


Warum uns immer die Fake-Version serviert wird

Es ist kein Geheimnis, dass die Wasabiknolle eine kleine Diva ist, die sich ziemlich viel Zeit lässt. Sowohl beim Wachsen als auch beim Reifen und da die Knolle nur an wenigen Orten der Welt richtig gedeiht, ist sie auch so teuer. Kein Wunder also, dass Sushi-Restaurants bevorzugt die Fake-Version auf den Tisch stellen. Vor allem, da es kaum jemand merkt. Bis jetzt ;) Nun weißt du ja Bescheid und kannst bei deinem nächsten „Wasabigenuss” darauf achten, was dir vorgesetzt wird.


Erwähnenswert

Was ich vielleicht auch noch kurz erwähnen sollte: Wasabi wird auch in Japan kaum verwendet. Zumindest nicht in Restaurants, denn dort dauert der Genuss eine Weile und Wasabi ist nur gut 20 Minuten haltbar. Anschließend verliert die geriebene Kostbarkeit seinen Geschmack und ist „langweilig”. Falls du also mal richtigen Wasabi probieren möchtest, fliegst du am besten nach Japan und konsumierst die Edelknolle in nur kurzer Zeit.


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zuletzt geändert am: 09.03.2023

Verfasst von:
Lena von 7hauben

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