Die 7 Gebote des Anrichtens

Augenschmaus am Teller

Lesezeit: 3 min

Was darf ich beim Anrichten machen? Was ist eine Todsünde? Nun ja, ganz so genau musst du es mit den Grundregeln des Anrichtens nicht nehmen. Dennoch findest du hier sieben wichtige Punkte, die dir als Orientierung dienen sollen und hoffentlich dabei helfen, deine Anrichtetechnik zu verbessern.


  1. Alles muss essbar sein. Klingt logisch und sollte auch wirklich eingehalten werden. Dekoration, die nicht essbar ist, hat auf einem Teller nichts verloren und kann unter Umständen sogar gefährlich werden.

  2. Denke dreidimensional. Wenn du von oben auf deinen Teller blickst, dann bist du versucht, den Teller möglichst ästhetisch auszufüllen. Was ja auch richtig ist. Zum Anrichten gehört aber nicht nur die Vogelperspektive, deshalb solltest du wenn möglich auch an die Höhe denken. Das macht den gesamten Teller spannender und eindrucksvoller.

  3. Asymmetrie ist meist einfacher und schöner. Symmetrie wird oft mit Perfektion verbunden und hat dadurch natürlich ihren Reiz. Manchmal ist aber gerade das Unperfekte viel Spannender und außerdem einfacher umzusetzen. Wenn bei einem symmetrisch angerichteten Teller eine Kleinigkeit nicht stimmt, wirkt es schnell störend. Wenn jedoch bewusst asymmetrisch angerichtet wird, wirkt dies weniger zwanghaft und dadurch in den meisten Fällen besser.

  4. Achte auf ungerade Zahlen Auch hierbei geht’s ein bisschen in die Richtung der Symmetrie: Ungerade Komponenten wirken auf dem Teller lockerer und dadurch besser. Bei dieser Regel gibt es aber auch viele Ausnahmen: Es dürfen trotzdem zwei Scheiben Fleisch auf dem Teller liegen und ab Diese Regeln müssen nicht immer eingehalten werden. Trotzdem können sie hilfreich sein, um schöne Teller zu kreieren. einer gewissen Anzahl ist das Zählen überflüssig. Und vielleicht gefällt dir auch mal eine gerade Anzahl besser – meist wirst du dich aber auch unbewusst fürs Ungerade entscheiden.


Die Drei am Teller

  1. Verwende zum Anrichten, was im Gericht schon vorkommt. Dieses Gebot ist ein guter Tipp für Inspiration. Schau dir die Zutaten deines Rezeptes an und überlege, was davon du in irgendeiner Form auch fürs Anrichten verwenden kannst. Dadurch bekommst du nicht nur neue Ideen, sondern dir gelingt damit auch ein harmonisches Gesamtkonzept.

  2. Überlade deine Teller nicht. Weniger ist mehr. Zu wenig ist natürlich auch nicht richtig, aber gerade bei einem Menü sollte der Teller wirklich nicht überladen sein. Was hingegen erlaubt ist: Beilagen, Saucen oder Ähnliches separat zu servieren, sodass sich deine Gäste mehr davon nehmen können. Hungrig soll schließlich auch niemand bleiben.

  3. Es soll nicht nur schön aussehen, sondern auch schmecken. Davon gehen wir eigentlich aus, denn sonst lohnt sich das Anrichten gar nicht. Damit dein Gericht geschmacklich ausgewogen ist, solltest du immer versuchen, möglichst viele der fünf Geschmackssinne anzuregen: Süß, sauer, salzig, bitter und umami. Das ist auch der Grund, warum auch bei Süßspeisen eine Prise Salz nicht fehlen sollte. Außerdem solltest du beim Abschmecken immer bedenken, dass deine Gäste mehr als einen Löffel essen. Dadurch kann das Probierte intensiver schmecken, als es für dich bei einer kleinen Kostprobe wirkt.


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zuletzt geändert am: 07.06.2022

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