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So werden Messerklingen hergestellt

Wo Begriffe wie Gesenk, Stauch und Stock removal endlich verstanden werden

Es gibt mehrere Verfahren, die aus einem Stahl eine Messerklinge entstehen lassen. Manchmal sogar eine Klinge mit Vorgeschichte … In einer Fabrik oder in einer Schmiede beginnt die Arbeit an einem Messer in der Regel mit einem Stück Stahl. Dieses wird von Stahlhändlern in verschiedenen Dicken und Größen angeboten. In Deutschland gibt es mehr als 2000 verschiedene Stahlsorten, die sich durch ihre Legierung und Eigenschaften unterscheiden. So lässt sich für verschiedene Aufgaben das ideale Werkzeug herstellen. Auch aus einem alten Werkstück, beispielsweise einer Feile oder einer KFZ-Feder, kann eine Kochmesserklinge geschmiedet werden. Solche Stähle mit Vorgeschichte oder sozusagen „vorherigem Leben“ wurden im besten Fall aus genau dem Stahl gefertigt, der die idealen Eigenschaften für das späterer Messer besitzt. So lässt sich das Material perfekt recyceln.


Aus einem Stück Stahl lässt sich durch verschiedene Verfahren eine Küchenmesserklinge herausarbeiten:

• Ist das Ausgangsmaterial ein Stück Flachstahl, das in etwa schon der späteren Dicke der Klinge entspricht, kann die spätere Form daraus gestanzt, gesägt oder gelasert werden. Der Vorgang heißt „Stock removal“.

• Beim Ausstanzen kann zusätzlich die Geometrie und Materialbeschaffenheit der Klinge beeinflusst werden, indem das Stück Stahl mit einem kräftigen Schlag in eine Form „gepresst“ wird. Diesen Vorgang nennt man „Gesenkschmieden“.

• Um einem dünnen Stück Stahl dickere Bereiche zu verleihen, beispielsweise ein Kropf im Bereich zwischen Klinge und Griff, wird das Stück Flachstahl an dieser Stelle erhitzt und gestaucht. Dieser Vorgang heißt „Stauchschmieden“.

• Schließlich gibt es noch das traditionelle Schmieden, bei dem aus einem alten Werkstück, einem Stück Stahl oder mehreren aufeinander geschweißten Platten die spätere Klinge mit Hammer und Amboss geschmiedet wird.


Man kann nicht sagen, dass die eine oder andere Machart ein besseres oder schlechteres Küchenmesser hervorbringt. Dafür sind andere Faktoren ausschlaggebender (z.B. Ausgangsmaterial, Wärmebehandlung, Schliff oder der Einsatzzweck).

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zuletzt geändert am: 17.08.2022

Verfasst von:
Sara

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