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1 Woche plastikfrei kochen

Wie, was und mein Fazit

Hallihallo, ich heiße Lena und arbeite als Social Media Managerin bei 7hauben. Außerdem betreue ich den Blog und habe mir kürzlich eine interessante Frage gestellt: Kann man heutzutage überhaupt noch plastikfrei kochen? Wenn ich an meine letzten Lebensmitteleinkäufe denke, wird mir ganz schlecht. Ich versuche so gut es geht, plastikfreie Lebensmittel zu kaufen, aber es lässt sich leider nicht immer vermeiden. Plastik über Plastik scheint die Devise im Verpackungsbereich zu sein und das, obwohl immer mehr Menschen wissen, dass Plastik oft verzichtbar wäre.


Also habe ich mich der Herausforderung gestellt, eine Woche ohne Plastik zu kochen. Ob das klappt? Ich muss dazu sagen, dass ich hauptsächlich vegetarisch und vegan koche. Mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf: Ist Hafermilch diese Woche Geschichte?! Kann ich überhaupt Gemüse kaufen? Wo gibt es einen Unverpackt-Laden?! Aber bevor ich mit dem Experiment beginne, erkläre ich euch noch ein bisschen, was Plastik eigentlich ist, welche Lebensmittel gerne darin verpackt werden und worauf man achten muss, um plastikfrei zu leben. Und los geht’s!


Plastik – der Feind?

Plastik wird aus Erdöl und einigen Zusatzstoffen hergestellt und ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Kunststoffe. Für Müllsäcke wird zum Beispiel Polyethylen verwendet, für Stiefel und Kunstleder Polyvinylchlorid und für Lebensmittelverpackungen meist Polypropylen. Polypropylen klingt ähnlich und ist auch nahe verwandt, ist aber fester und temperaturbeständiger. Da es Fett und Feuchtigkeit gut abweist, wird es gerne für Lebensmittel verwendet.


Der Wocheneinkauf davor:

Mein Ziel ist es, möglichst viel Gemüse zu kaufen und ein paar Beilagen wie Couscous, Quinoa etc. aus dem Unverpackt-Laden. Meine Mama macht ihre eigenen Nudeln aus den Freilandeiern ihrer Hühner, die kann ich also unverpackt bekommen. Auch beim Gemüse bekomme ich vieles lose im Supermarkt. Diese Lebensmittel sind zwar meist teurer, dafür aber auch oft Bio. Aber bei der Gurke zum Beispiel war ich verblüfft: Die Konventionelle gab es unverpackt und die Bio-Variante war in Plastik eingeschweißt. Da soll mal einer die Lebensmittelindustrie verstehen. Schwieriger ist es bei Joghurt und anderen Milchprodukten. Nur selten habe ich eine Glasvariante im Kühlregal entdeckt.


Tag 1: Hafermilch selbst herstellen

Vor Beginn des Experiments hatte ich schon Angst, eine Woche lang auf Hafermilch verzichten zu müssen, da ich davon ausging, dass diese sicher nicht in Glasflaschen verkauft wird. Aber dann fiel mir ein, dass ich vor ein paar Monaten schon einmal Hafermilch selbst gemacht hatte. Das habe ich auch in einem Blogeintrag beschrieben. Für die Faulen gibt es die Milch jetzt aber auch in wiederverwendbaren Glasflaschen :P An Tag 1 gab es morgens Granola mit Hafermilch, mittags selbstgemachte Nudeln mit Pesto aus dem Glas und abends Brot mit selbstgemachter Guacamole. Als Snacks habe ich tagsüber einfach Obst und Gemüse in Scheiben geschnitten und etwas dunkle Schokolade aus der Schachtel genascht.


Tag 2: Menü

Heute Morgen gab es für mich ein weiches Ei mit Brot und Käse. Und zum Abschluss noch eins mit selbstgemachter Marmelade. Und natürlich einen leckeren Cappuccino mit Hafermilch. Mittags kochte mein Freund eine Quinoa-Pfanne mit Gemüsesoße. Für die cremige Konsistenz habe ich einen Teelöffel Cashewmus hinzugefügt. Das war wirklich lecker. Nachmittags haben wir uns noch einen Obstsalat gemacht und gegen Abend gab es Brot und herzhafte Aufstriche mit Gemüse. Für unsere Netflix-Session am Abend habe ich noch ein paar Maiskörner im Unverpackt-Laden gekauft und es gab leckeres gesalzenes Popcorn.


Tag 3: Menü

Der erste Arbeitstag der Woche begann für mich mit einem klassischen Naturjoghurt, etwas Müsli und Obst. Da ich im Homeoffice war, habe ich mir gegen Mittag schnell etwas Ofengemüse mit Curry-Joghurt-Sauce gekocht. Zum Nachtisch gab es eine reife Mango und etwas später einen Matcha Latte. Abends hatte ich gar keine Lust zu kochen, ich wollte mir eine Fertigpizza aus dem Ofen holen, aber da diese leider in Plastik verpackt war, musste ich mir doch etwas zubereiten. Ich entschied mich für einen grünen Smoothie, da ich viele Zutaten zu Hause hatte und gerade nach dem Sport etwas Energie gut gebrauchen konnte. Etwas Gurke, Salat, Avocado, Mango, Banane und Hafermilch pürieren und fertig war meine Energiebombe.


Tag 4: Menü

Heute morgen hatte ich große Lust auf einen French Toast. Da ich den aber immer mit Toastbrot zubereite, musste ich etwas umdisponieren, weil es in Plastik verpackt ist. Ich verwendete also herkömmliches Schwarzbrot vom Bäcker – schmeckte auch lecker. Mein Kaffee für diese Woche ist übrigens ein Aufguss-Kaffeepulver aus dem Supermarkt. In der Arbeit aß ich mittags etwas Aufgetautes, da ich oft zu viel koche und etwas einfriere. Abends gab es einen Couscous-Salat ohne Essig. Ja richtig gelesen, ohne Essig, da ich den gar nicht riechen und essen kann.


Tag 5: Wohnungsputz

Neuer Tag, neues Glück – mittlerweile komme ich mit dem plastikfreien Kochen ganz gut klar. Heute gibt es statt meinem Menüplan etwas anderes für euch. Denn das Abwaschen von großen fettigen Töpfen machte mir noch zu schaffen, da ich kein flüssiges Spülmittel in der Plastikflasche verwendete. Mittlerweile reinige ich sie mit Natron und Essig aus der Glasflasche. Das habe ich übrigens auch in meinem Badezimmer übernommen. Alles mit Mikrofasertücher und Essig gereinigt – keine Sorge, der Geruch verfliegt nach kurzer Zeit und besonders der Kalkbehandlung kommt der Essig zugute.


Tag 6: Selbstgemachtes Peeling

Heute musste ich aufs Frühstück verzichten, da ich morgens vor der Arbeit kurz im Gym war. Danach gab es eine Banane und mittags ein Curry mit Reis nach österreichischer Art. Da ich mittlerweile mein ganzes Obst und Gemüse aufgebraucht habe, war ich nach der Arbeit noch schnell einkaufen, um wieder einen vollen Kühlschrank zu haben. Abends beschäftigte ich mich noch etwas mit einem plastikfreien Badezimmer. In der Dusche habe ich schon länger feste Alternativen zu den Produkten aus der Plastikflasche. Da ich gerade alle meine Peelings und Gesichtsmasken aufgebraucht habe, stellte ich ein paar selber her. Abgepackt in einer Tupperdose halten die Peelings ziemlich lange. Toll ist, dass du nicht mehr als etwas Zucker und etwas Olivenöl brauchst. Zum Zähneputzen habe ich übrigens so Tabletten aus dem Unverpackt-Laden sowie eine Bambus Zahnbürste verwendet.


Tag 7: Kosmetik

Auch heute habe ich wieder einen Tipp für dich. Seit einigen Monaten benutze ich wiederverwendbare Wattepads. Ich finde das super praktisch. Ich habe ca. 25 Stück, da ich nicht jeden Tag wasche und komme auch auf Reisen sehr gut damit zurecht. Nur für die Nagelpflege benutze ich noch Einwegpads, weil ich nicht möchte, dass Nagellackentferner auf die Wattepads kommt, mit denen ich mein Gesicht reinige. Dafür wollte ich mir jetzt aber eine langlebige Variante in einer anderen Farbe kaufen, damit ich sie voneinander unterscheiden kann. Auch für die Ohrenreinigung gibt es mittlerweile gute und nachhaltige Alternativen aus Metall zu den herkömmlichen Wattestäbchen. Diese sind zwar schon aus Papier und Watte hergestellt, aber immer noch nach dem Wegwerfprinzip.


Fazit

Eine Woche plastikfrei kochen – geschafft! Zugegeben, es war gar nicht so schwer, wie ich dachte, obwohl viele Discounter ihr Obst und Gemüse fast ausschließlich in Plastikverpackungen verkaufen. Außerdem habe ich meine Liebe zu Unverpackt-Läden entdeckt, auch wenn sie zumindest in meiner Nähe schwer zu finden sind. In Zukunft möchte ich so plastikfrei wie möglich kochen.


Vielleicht hast auch du Lust, es einmal auszuprobieren. Teile uns deine Erfahrungen in den Kommentaren mit.

zuletzt geändert am: 29.04.2023

Verfasst von:
Magdalena

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